Die politischen Unruhen in Nordafrika und den arabischen Staaten haben auch weitreichende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Europa. Immer deutlicher wird die Abhängigkeit des Westens von Rohstoffen wie Öl. Zwar versuchen die anderen ölfördernden Staaten durch erhöhte Fördermengen die Preisspirale anzuhalten, aber die Angst vor einer Ausweitung der Unruhen auf Staaten mit größeren Anteilen am Ölgeschäft als Lybien, lässt die Kurse nach oben steigen.
Wieder einmal merkt der Verbraucher in Europa, wie stark die westlichen Länder gebunden sind an die arabische Welt und die Ölförderländer in Nordafrika. Und ein Ende der Unruhen scheint so schnell nicht in Sicht zu sein. Dazu kommt vermutlich, dass die Ölkonzerne diese Ursachen als Vorwand zu nehmen, die Preise selbst ordentlich hoch zu treiben und dort auch zu halten.
Auswirkungen der Preissteigerungen bei Kraftstoffen hat vor allem auch das Transportwesen, was direkt abhängig von diesem Rohstoff ist und die Erhöhungen über flexible Preismodelle versucht an den Kunden weiterzugeben. Die Bahn hingegen hat aufgrund ihres schwachen Schienennetzes die Möglichkeit verpasst, Transporte vermehrt über die Schiene zu verlagern.